Anfang des Jahres waren die Sanierungsarbeiten nach dem Hochwasser im Ausstellungsraum weitgehend abgeschlossen. Nach Ankauf von hochwertigen Vitrinen wurden vom Bundesdenkmalamt und vom OÖ Landesmuseum Leihgaben zur Verfügung gestellt - Stufenteller bzw. Bronzebeile vom Siegesbach, Abguss eines Bronzeschwertes und Teile der Sammlung Löwenthal. In den Sommermonaten wurden an Freitagen Führungen durch Vereinsmitglieder organisiert.
Unser Vereinsausflug 2014 führte uns in die ehemalige römische Metropole Carnuntum, wo wir durch unsere dort tätige Traunkirchner Freundin Karin Sponer eine sehr kompetente Führung erhielten. Am nächsten Tag konnten wir noch die Museen in Mistelbach und Asparn/Zaya besichtigen. Wir erhielten Einblicke in die Welt der Mammutjäger, die als erste Künstler auch eindrucksvolle Höhlenmalereien hinterließen. Auch davon waren in Mistelbach Nachbildungen zu besichtigen. Das Museum in Asparn wartete mit einer eindrucksvollen Sammlung prähistorischer Funde aus Niederösterreich und einem großen Freilichtmuseum im Park des Schlosses auf.
Nach dem großen Erfolg im Vorjahr präsentierte ARCHEKULT in Zusammenarbeit mit der Klosterstube Traunkirchen schon zum zweiten Mal die Filmreihe "Sommerkino im Klosterhof". 2014 standen die drei Abende im Juli unter dem Motto "Erfolgsfilme aus Frankreich zum Wiedersehen".
Den Auftakt bildete am 10. Juli die berührend-unterhaltsame Familiengeschichte "C'est la Vie. So sind wir, so ist das Leben" von 2008. In fünf Episoden innerhalb
von 12 Jahren wird die Geschichte der Familie Duval erzählt, die große Veränderungen und kleine Katastrophen durchlebt und schließlich eine schmerzvolle Nachricht erhält, nach der nichts mehr so
sein wird, wie es einmal war...
Am 17. und 24. Juli folgten das Drama "Der Hals der Giraffe" mit Sandrine Bonnaire und Claude Rich, in dessen Mittelpunkt die neunjährige Mathilde steht, die ihren
Großvater aus dem Altenheim entführt, um mit ihm ihre verschollene Großmutter zu finden, und die Sensationskomödie des Jahres 2012 "Ziemlich Beste Freunde".
Im Mittelpunkt des 3. Festes für die Archäologie standen 170 Jahre archäologischer Forschung im prähistorischen Bergbau von Hallstatt und im dazugehörigen
eisenzeitlichen Gräberfeld des Hochtales. Anton Kern, Direktor der Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien und Ausgrabungsleiter in Hallstatt, gab in seinem Festvortrag einen
Überblick über „7000 Jahre Hallstatt“ und berichtete über neueste Methoden der Forschung und ihre Ergebnisse: „Die Forschung in Hallstatt zeichnete sich von Beginn an sowohl dadurch aus, dass man
innovative ungewöhnliche Wege bestritt, als auch durch ihre konsequente Interdisziplinarität. Die Vernetzung mit Botanik, Geologie, Parasitologie, Zoologie, Bergbau, Zimmermannshandwerk und
vielen anderen Wissensbereichen eröffnete ein breites Forschungsfeld.“
Er stellte aber nicht nur das Zentrum der urgeschichtlichen Bergbaulandschaft vor, sondern warf auch einen Blick auf das System der Handelswege und die Bedeutung
Traunkirchens für den Salzhandel.
Für die musikalische Umrahmung des Festes sorgte Inga Lynch mit ihren Liedern von der Suche nach Freiheit, ein gemütlicher Ausklang bei Wein und Brötchen bot Gelegenheit zu interessanten Fachgesprächen mit dem Vortragenden.